Flaneur und Distel

Jan
01

Hartmut Schnedl und Daniela Lipka sind Flaneur und Distel. Sie begeben sich auf wilde Streifzüge durch die Landschaft vor der Haustür. Sie entdecken Aufregendes, beachten Unscheinbares und erzählen Geschichten über Stadtwildnis und Landstriche, Tiere und Ruinen, Pflanzen und Flüsse  und über das Niemandsland zwischen Ortsrand und Einkaufszentren. Ihre Fundstücke präsentieren sie einmal pro Monat in Radio von draußen und in unregelmäßigen Abständen im Feldlabor als ungewöhnliche Inszenierungen an ungewohnten Orten.

Kampfzonen

Nov
13

Foto: LBI ArchPro,7reasons

Foto: LBI ArchPro,7reasons

Gladiatoren waren im antiken Römischen Reich die Stars der Unterhaltungsindustrie. Das Publikum liebte sie. Die Veranstalter der Gladiatorenkämpfe betrachteten sie als Investition, die Rendite bringen sollte. Franz Humer, wissenschaftlicher Leiter des archäologischen Parks Carnuntum, wo jüngst Reste einer Gladiatorenschule entdeckt wurden, erzählt vom Alltag und vom Sterben der antiken Berufskämpfer.

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Schäfer

Aug
13

… Schafe, Schäfchenwolken

 

Clemens Lippschuss ist Schäfer in der Lüneburger Heide. Zusammen mit seinen Hunden Flip und Chap wacht er über 600 Schafe und Ziegen. Nicht immer ist der Schäferalltag idyllisch. Vor allem nicht im Winter oder wenn sich ein Wolf in der Nähe seiner Herde herumtreibt.

Auch im Mittelalter war nicht alles grau in grau. Corina und Michaela färben Wolle und pflanzlicheStoffe mit historischen Methoden und schneidern daraus mittelalterliche Kleidung. In unserem zweiten Beitrag erzählen sie von ihrer Suche nach den richtigen Pflanzen für den richtigen Farbton.

Die  Cloud Appreciation Society ist eine weltumfassende Gesellschaft, die sich gegen die Vorherrschaft des blauen Himmels in unseren Köpfen ausspricht. Wilhelm von Zitzewitz ist Mitglied der Gesellschaft. Wir besuchen ihn in seinem Haus am Pöstlingberg, und befragen ihn zu Schäfchen- und Gewitterwolken, zur Poesie des grauen Himmels und zur Jagd auf die seltensten Wolken der Welt.

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Im Wendland

Jul
10

Wandernde Lamas, rollender Atommüll und der größte Rolling-Stones-Fan der Welt

Bild: ippnw Deutschland Zwischen Hamburg und Berlin, an den Unterlauf der Elbe geschmiegt, liegt eine der dünnstbesiedelten Regionen Deutschlands, in der alteingesessene Landwirte auf alternative Aussteiger aus der Stadt treffen.

Lüchow ist der Verwaltungssitz der Region. Hier begegnen Flaneur und Distel auf Traudl und Eugen Treichl aus Salzburg, die schon drei Monate mit ihren Lamas durch Deutschland ziehen. Sie erzählen vom Rausch der Langsamkeit während in der Nähe radioaktive Zeitbomben ticken. Denn schon seit 40 Jahren kämpft eine Dorfgemeinschaft gegen das Atommüll-Endlager Gorleben. Der kreativen Widerstand vereint Bauern, Wissenschafter, Anwohner und Künstler. Es ist eine bemerkenswerte Allianz, in deren Windschatten energieautarke Initaiven, Bio-Landwirtschaft und gesellschaftliche Experimente wuchern und blühen. Warum das Öko-Bohemiens aus den Städten anlocken, verrät Torben Klages von der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg.

Zwischen zwei Terminen erklärt Wolfgang Ehmke, vielbeschäftigte Sprecher der Bürgerinitiative, wie der Staat und Atomindustrie nach wie vor versuchen, die störrische Region mürbe zu machen. Birgit Huneke vom Gorleben-Archiv in Lükow erinnert sich an den kreativen Widerstand von früher und erzählt, welche Rolle Torten auf Bahngleisen und falsche Hochzeitsgesellschaften dabei gespielt haben.

Aber nicht nur Atommüll erhält in diesem Landstrich einen Sarkophag für die Ewigkeit. Auch E-Gitarren verbringen hier ihren wohlverdienten Ruhestand – gesammelt und gehegt von Ulli Schröder, der in Lüchow das weltweit einzige Rolling-Stones-Fanmuseum betreibt.

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Der Blick nach oben

Jun
09

Flaneur und Distel richtet ihren Blick gen Himmel. Der Meteorologe Thomas Krennert von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geophysik in Wien erklärt, was Grashalme mit Blitzen zu tun haben und welchen Beitrag Amateure für die Wettervorhersage liefern.

Von Ferdinand Schmeller von der Wiener Umweltschutzabteilung erfahren wir, warum Mauersegler eine Vorliebe für Gründerzeitbauten haben und wir befragen die beiden Weinviertler Herbert Marko und Rudi Weiß zur Poesie von Windkraftanlagen.

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