Graffiti, Ghostletters und das Lesen der Landschaft

Der Steuerbeamte Joseph Kyselak frönte einem Hobby, das im Biedermeier unerhört war: Er wanderte durch Österreich und hinterließ seinen Namen an Felsen, in Kirchen und Höhlen, an Denkmälern und Amtsgebäuden im ganzen Land. Die Kunsthistorikerin Gabriele Goffriller hat seine Reisebeschreibung neu herausgegeben und spürt dem immer noch rätselhaften Phänomen Kyselak nach.

Der Graffiti-Forscher Norbert Siegl liest bunte Wände wie andere Menschen die Tageszeitung und verrät, warum ihm ein simpler Kraftausdruck lieber ist als ein aufwändiges Gemälde an einer öffentlichen Graffiti-Wand.

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Estland – Sauna, Seife, Sowjeterbe

In dieser Sendung geht es um Intellektuelle, die zurück zu einem Leben mit Plumpsklo wollen, um einen Seifensieder, der Miles Davis in der Vogelwelt wiederfindet und um die Besonderheiten der estnischen Sauna.

Kaja Tampere lebt den Sommer über auf dem Anwesen ihrer Vorfahren auf der Insel Saaremaa. Fließendes Wasser gibt es hier keines, und statt zu duschen geht man in die Sauna. Arbeiten kann sie hier trotzdem – kabelloses Gratis- Internet ist in Estland ein Grundrecht.

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Gift, Gefahr, Genuss

Eine Sendung über todbringende Pflanzen, us-amerikanisches Naturverständnis zwischen Kreationismus und Schutz der Wildnis und über einen österreichischen Tabakbauern und Zigarettenfabrikanten.

Reinhard Hohenegger vom Botanischen Garten Wien erzählt von wehrhaften Pflanzen und warum es keine gute Idee ist, zu einem Grillabend einen Spieß aus Oleanderholz mitzubringen.

Shane Schoolman, ein Biologe aus Colorado, spricht über us-amerikanische Biologiebücher, die in Texas zensuriert werden, über die Gefahren in der amerikanischen Wildnis und über den Kultautor und Ökoaktivisten Edward Abbey, dessen Leichnam in der Wüste Arizonas verbuddelt wurde. Warum man hierzulande mit einer Schaufel in den Wald gehen soll, erfährt ihr im Gespräch.

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Wildwechsel

Eine Sendung über Wildtiere, die in die Stadt ziehen, Menschen, die sich dazu entschließen, im Bauwagen zu wohnen und Bären, die einen Anwalt haben.

Der Wildtierbiologe Richard Zink vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie (FIWI) erklärt, warum sich Füchse, Dachse, Biber und Wildschweine zwischen Stadtpark, Wohnsiedlung und Schrebergarten wohl fühlen, und warum auch Stadttiere wild bleiben sollen. Tierfreunde ermuntert er, ihre Beobachtungen auf der Seite www.stadtwildtiere.at zu melden und einzutragen.

 

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